Nach Vorfall im "RedRoxx" Strafbefehl gegen Linke-Politiker Kuschel
Der Linke-Landtagsabgeordnete Frank Kuschel soll wegen Widerstands gegen die Polizei Strafe zahlen. Nach Informationen des MDR THÜRINGEN hat das Amtsgericht Erfurt gegen Kuschel einen Strafbefehl über 7.200 Euro ausgestellt.
Dem Mann wird vorgeworfen, im Oktober 2009 in dem Jugendtreff "RedRoxx" in Erfurt Polizisten am Betreten des Gebäudes gehindert und sie als "Spitzel" bezeichnet zu haben. In dem Gebäude befindet sich auch das Wahlkreisbüro von Kuschels Fraktionskollegin Susanne Hennig. Die Beamten hatten zwei Unbekannte verfolgt, die Passanten angegriffen und sich dann auf der Flucht vor der Polizei in das "RedRoxx" geflüchtet hatten. Kuschel und Hennig hatten die Beamten am Betreten des Gebäudes unter Verweis auf ihre parlamentarische Immunität gehindert. Nach einem Wortwechsel konnten die Polizisten das Haus dann betreten.
Kuschel sagte MDR 1 RADIO THÜRINGEN am Montagabend, er habe am vergangenen Freitag Widerspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. Er habe damals gemeinsam mit zwei Parteikollegen die Situation entschärft. Deshalb weise er die Vorwürfe zurück.
MDR vom 04.07.2011