Holzhausen soll ohne Geldautomaten der Sparkasse bleiben

„Es ist nicht zu akzeptieren, dass die Sparkasse Arnstadt-Ilmenau gegenwärtig keine Möglichkeit sieht, in Holzhausen wieder einen Geldautomaten zu installieren“, kritisiert das Kreistagsmitglied der LINKEN, Frank Kuschel.
Frank Kuschel hatte im Kreistag in der Sache den Landrat, der Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse ist, befragt.
Bis September 2007 gab es in Holzhausen einen Geldautomaten der Sparkasse. Aus Kostengründen wurde er abgebaut, weil die Benutzung stark rückläufig war. Gab es 1999 noch 15.589 Geldabhebungen, wurden 2007 (Januar bis September) nur noch 5.810 Nutzungen registriert. Aus Sicht der Sparkasse würde sich auch künftig die Geldautomatenbenutzung nicht wieder spürbar erhöhen, so dass der Aufwand für die Unterhaltung höher wäre als der Ertrag. Rund 9.000 Benutzungen pro Jahr wären notwendig, damit sich für die Sparkasse die Aufstellung eines Geldautomaten rechnet. So müssen die Einwohner und Gäste von Holzhausen wohl auch weiterhin nach Arnstadt fahren, um Geld abheben zu können.

„Die ablehnende Haltung der Sparkasse ist nicht verständlich, ist doch zwischenzeitlich unstrittig, dass Holzhausen durch das Thüringer Bratwurstmuseum steigende Besucher- und Gästezahlen und damit auch potenzielle Nutzer für einen Geldautomaten hat“, meint Frank Kuschel. Gerade für Besucher ist es ärgerlich, bei Geldbedarf erst einige Kilometer nach Arnstadt fahren zu müssen. Zudem müsste doch die Sparkasse daran interessiert sein, auch im ländlichen Bereich des Kreises noch präsent zu sein. In Holzhausen gibt es neben dem Bratwurstmuseum auch noch die Wachsenburg. Zudem ist Holzhausen Sitz der Gemeindeverwaltung. „Schon aus Imagegründen sollte die Sparkasse deshalb wieder einen Geldautomaten in der Gemeinde aufstellen“, fordert Frank Kuschel. Der Landrat hat eine nochmalige Prüfung zugesagt und will hierzu mit dem Vorstand der Sparkasse Gespräche führen.

19.12.2008