Von den Problemen
der Kleingärtner nicht ablenken!
von Sascha Bilay
"Die unseriöse
Argumentation und die unsachlich persönlichen Entgleisungen gegenüber
den Landtagsabgeordneten der LINKEN Frank Kuschel kann man nur als einen Versuch,
vom eigenen politischen Versagen ablenken zu wollen, verstehen", erklärt
der stellvertretende Vorsitzende der LINKEN Sascha Bilay.
Der Vorschlag des Kommunalexperten Frank Kuschel zielte darauf ab, dass die
Gartenpächter an der Adam-Opel-Straße so lange keinen Straßenausbaubeitrag
zahlen müssen, wie die Grundstücke nach dem Bundeskleingartengesetz
auch tatsächlich als Gärten genutzt werden. Die Beiträge für
den Straßenausbau müssten also erst in der Zukunft entrichtet werden,
wenn eine bauliche Umnutzung erfolgen sollte. Eine vergleichbare Regelung gibt
es für die Erhebung von Abwasserbeiträgen, auf die sich der Landespolitiker
bezieht. Eine explizite gesetzliche Bestimmung, dieses Verfahren auch bei Straßen
anzuwenden, gibt es freilich nicht. Andernfalls wird aber auch deutlich, dass
die Anwendung dieses Verfahrens gesetzlich nicht ausgeschlossen ist. "Anstatt
die Kleingärtner weiter zu verunsichern, sollte sich die SPD gemeinsam
mit den anderen Stadtratsfraktionen bemühen, im Interesse der Menschen
eine verträgliche Lösung zu finden. Leider ist die SPD bisher ihre
Vorschläge schuldig geblieben", verweist der Kommunalpolitiker, der
auch berufener Bürger im Stadtentwicklungsausschuss des Stadtrates tätig
ist.
Sascha Bilay schlägt vor, dass die Kleingartenpächter, die Spitzen
der Stadtratsfraktionen und der Oberbürgermeister zusammen kommen und versuchen,
eine gemeinsame Lösung zu finden. "Ein Runder Tisch wäre angebracht,
das gegenseitige Vertrauen wiederherzustellen und auszuloten, unter welchen
Voraussetzungen die einzelnen Beteiligten bereit sind, weiter zu verhandeln.
Keinesfalls darf hier versucht werden, die Kleingärtner für parteipolitische
Zwecke zu missbrauchen", warnt der Sachverständige Bilay abschließend.
Eisenach, 27.10.2008