"Die Bürgermeister
tagen, treffen Entscheidungen und der Verbraucherbeirat schweigt tatenlos",
kritisiert Frank Kuschel, der für die LINKE im Verbraucherbeirat des Wasser-
und Abwasserzweckverbandes Arnstadt (WAZV) sitzt. Frank Kuschel sieht für
diese unbefriedigende Situation die Vorsitzende des Verbraucherbeirates in der
Verantwortung.
"Der Wechsel in der Funktion des Vorsitzenden des Verbraucherbeirates des
WAZV hat nicht zu einem veränderten Agieren des Gremiums geführt",
so die Einschätzung des Linkspolitikers.
Die eigentliche Funktion des Verbraucherbeirates ist es, der Verbandsversammlung
Anregungen und Empfehlungen zu Beschlussentscheidungen zu geben. Dies kann der
Verbraucherbeirat jedoch nur, wenn er im Vorfeld der Verbandsversammlungen tagt.
Für die Einberufung des Verbraucherbeirates ist die Vorsitzende Alexandra
Eckert verantwortlich.
Wie bereits ihr Vorgänger habe auch Frau Eckert offensichtlich kein Interesse
daran, dass sich der Verbraucherbeirat mit Problemen der Wasserver- und Abwasserentsorgung
im Vorfeld der Verbandsversammlung beschäftigt. Nicht anders sei zu erklären,
dass am 30. September 2010 zwar die nächste Verbandsversammlung stattfindet,
der Verbraucherbeirat aber erst vier Wochen später zu seiner nächsten
Sitzung einberufen wurde.
"Bei einem solchen Agieren kann der Verbraucherbeirat keinerlei Einfluss
auf die Verbandsentscheidungen nehmen, sondern ist nur noch ein Alibigremium",
ist Frank Kuschel überzeugt.
Die Beiratsvorsitzende ist erneut aufgefordert, dafür Sorge zu tragen,
dass der Verbraucherbeirat seine Aufgaben tatsächlich wahrnehmen kann.
"Ist diese Bereitschaft nicht vorhanden, sollte Frau Eckert ihre Funktion
niederlegen", fordert Frank Kuschel. "Als Vertreter der LINKEN im
Verbraucherbeirat werde ich nicht tatenlos zusehen, wie der Verbraucherbeirat
in seiner Wirksamkeit weiter eingeschränkt wird. Der WAZV belastet weiterhin
die Bürger in nicht notwendiger Art und Weise mit Abwasserbeiträgen
und Wasser- und Abwassergebühren. Der jetzt zur Beschlussfassung anstehende
Jahresabschluss 2009 macht dies wieder deutlich. Und erneut beabsichtigen die
Bürgermeister, Anteile aus den Überschüssen, man kann auch Gewinn
formulieren, an die Gemeinden auszuzahlen. Hier geht es aber um das Geld der
Bürger und da darf der Verbraucherbeirat nicht wortlos zusehen", so
Frank Kuschel abschließend.
29.9.2010