Arnstadt Am 8.
November bleibt das Rathaus geschlossen, die Arnstädter Stadtverwaltung
folgt damit dem Aufruf des Thüringer Gemeinde- und Städtebundes, gegen
die durch die Landesregierung beabsichtigte kommunale Finanznot zu protestieren.
"Es wäre mehr als ein bloßer symbolischer Akt gewesen, wenn
sich an diesem Protesttag der Stadtrat mit der Finanzlage der Stadt öffentlich
beschäftigt hätte, wie es unsere Stadtratsfraktion beantragt hatte",
so Sabine Berninger, Stadtratsmitglied und Stadtvorsitzende der LINKEN.
Die Fraktion DIE LINKE. im Stadtrat Arnstadt werde nun eben stellvertretend
für den Stadtrat den Protest begleiten. "Und wir sind froh über
die Unterstützung der LINKE-Landtagsfraktion, die mit ihrer Kommunen-in-Not-Städtetour
am Dienstagnachmittag auch vor dem Arnstädter Rathaus Station machen wird
und, symbolisch, ein Care-Paket für (finanz-) notleidende Kommunen im Gepäck
haben wird.", freut sie sich auf diese Aktion.
"Denn mit den von der Ministerpräsidentin am Wochenende in Aussicht
gestellten zusätzlichen Zuweisungen an die Kommunen von rund 30 Millionen
Euro sollen die Gemeinden und Städte vom Kuchen nur das Stück erhalten,
das beim Verteilen übrig geblieben ist.", so Bürgermeisterkandidat
und Stadtratsfraktionsvorsitzender Frank Kuschel. "Diese Ankündigung
ist bloß ein durchsichtiges Manöver, um den Unmut der Kommunalpolitiker
in den eigenen Reihen zu befrieden. Den Kommunalen Finanzausgleich lediglich
nach Kassenlage festzulegen, missachtet die Vorgaben des Landesverfassungsgerichtes.
Danach müssen die Kommunen die Mittel erhalten, die sie für die Erfüllung
der Aufgaben benötigen. Und nach Berechnungen der kommunalen Spitzenverbände
fehlen im Kommunalen Finanzausgleich 2012 rund 250 Millionen Euro."
Stadtvorsitzende Sabine Berninger lädt "interessierte ArnstädterInnen
herzlich ein, am Dienstag zwischen 14:30 und 15:30 Uhr DIE LINKE. vor dem Arnstädter
Rathaus zu besuchen und sich über die Pläne der CDU-SPD-Landesregierung
zu informieren. Und natürlich sind auch die VertreterInnen der anderen
Stadtratsfraktionen eingeladen, zu kommen und sich - wenn schon nicht in einer
Stadtratssitzung, dann wenigstens so - als StadträtInnen erkennbar mit
dem berechtigten Protest der Kommunen zu solidarisieren!"
Sabine Berninger,
Deutschland Today, 8.11.2011