Arnstadt. Gegen
den Zusammenschluss von Ichtershausen und der Wachsenburggemeinde, aber für
eine enge Kooperation aller Kommunen der Region hat sich der Fraktionschef der
Linken im Arnstädter Stadtrat, Frank Kuschel , ausgesprochen. "Nach
unserer Überzeugung schwächt die geplante Fusion der Wachsenburggemeinde
und der Gemeinde Ichters- hausen die Region. Eine intensivere Kooperation zwischen
der Stadt Arnstadt und den Umlandgemeinden würde hingegen die Leistungskraft
aller beteiligten Kommunen stärken", sagte Kuschel.
Er schlägt die Schaffung eines kommunalen Regionalverbandes vor, dem neben
Ichtershausen, der Wachsenburggemeinde und Arnstadt auch die Wipfratalgemeinde,
Gossel und die Stadt Plaue angehören sollen. Bei diesem Modell blieben
die beteiligten Kommunen selbstständig, es werden jedoch einzelne Verwaltungsaufgaben
gemeinsam wahrgenommen. Zudem könnten gemeinsame kommunale Unternehmen
gegründet werden.
"Dieses Modell wahrt die Interessen der Beteiligten und nimmt auch Rücksicht
auf Befindlichkeiten und Ängste", sagt Kuschel.
Er weist damit auch Äußerungen aus Ichtershausen und Holzhausen zurück,
alle Fraktionen im Stadtrat Arnstadt würden die Eingemeindung nach Arnstadt
fordern. "Wir sehen diese Notwendigkeit nicht, auch weil dadurch die Landeszuweisungen
um rund 2,5 Millionen Euro gekürzt würden", so Kuschel. Dieses
Geld ginge "der Region verloren".
Der Vorschlag Kuschels soll auch in Gesprächen mit den betroffenen Gemeinden
bereits vorgelegt worden sein. Nun sei es an den Verantwortlichen in der Wachsenburggemeinde
und in Ichtershausen, zu entscheiden, welchen Weg sie am Ende wählen wollen.
Eberhardt Pfeiffer,
Thüringer Allgemeine, 24.1.2012