Landesregierung muss sich entschuldigen!
"Es
ist schon bedenklich, wenn sich ein hochrangiger Beamter der Landesregierung in
äußerst abfälliger Art über die Mitarbeiter der Stadtverwaltung
Erfurt äußert. Die Landesregierung muss schnellstens auf die Beschwerde
des Erfurter Oberbürgermeisters reagieren und sich in aller gebotenen Form
öffentlich entschuldigen", verlangt der kommunalpolitische Sprecher
der Fraktion DIE LINKE, Frank Kuschel.
Der Chef des Europäischen Informationszentrums
in der Thüringer Staatskanzlei hatte die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt
als "Saustall" und "Luschenverwaltung" beschimpft. Die Absicht
der Stadt, das Loch am Hirschgarten durch einen Wettbewerb unter Studierenden
neu zu gestalten, scheint dem Staatsbeamten nicht schnell genug zu gehen. Zudem
hätte die Stadt angeblich eine europaweite Ausschreibung vollziehen müssen.
"Der Beamte der Landesregierung sollte sich um die Angelegenheiten kümmern,
für die er bezahlt wird. Beleidigende Eingriffe in die Hoheit der kommunalen
Selbstverwaltung von Erfurt gehören mit Sicherheit nicht dazu", betont
der Landespolitiker.
Für den Mitarbeiter der Staatskanzlei wird der Vorgang
auch ein parlamentarisches Nachspiel haben. Frank Kuschel informiert darüber,
dass die Landesregierung zu ersten Landtagssitzung nach der Sommerpause zu der
Affäre Stellung nehmen muss. "Ich will vom Staatskanzleichef wissen,
ob seine Mitarbeiter ungestraft über Kommunalverwaltungen herfallen dürfen
oder nicht. Hier gehören eindeutige Schranken gezogen", verlangt abschließend
der Abgeordnete.
Erfurt, 03.09.07