Lösungen zu den Straßenausbaubeiträgen auf die lange Bank geschoben
"Auch
wenn im Innenausschuss des Landtags viel Arbeit ansteht, ist es doch unverständlich,
wenn die weitere Beratung der Gesetzentwürfe von den Fraktionen DIE LINKE
und SPD zur veränderten Erhebung von Straßenausbaubeiträgen auf
die lange Bank geschoben werden", kritisiert der Sprecher für Kommunalpolitik
der Fraktion DIE LINKE, Frank Kuschel.
Der Innenausschuss hat heute beschlossen,
die öffentliche Anhörung zu den beiden Gesetz-entwürfen erst am
5. Oktober 2007 durchzuführen. Die CDU wollte die Anhörung sogar erst
für November ansetzen.
Durch diesen verspäteten Anhörungstermin
ist nicht mehr gesichert, dass noch in diesem Jahr die Gesetzgebungsverfahren
abgeschlossen werden. Dies ist aber dringend geboten, weil am Jahresende für
viele Betroffene die Verjährung der Beitragsbescheidung eintritt. Deshalb
ist davon auszugehen, dass viele Gemeinden und Zweckverbände noch in diesem
Jahr Beiträge für Abwasser und Straßenausbau erheben. "Für
diese Bürger, Gemeinden und Zweckverbände kämen mögliche gesetzliche
Neuregelungen zu spät, wenn der Landtag nicht noch in diesem Jahr eine Entscheidung
trifft", mahnt Frank Kuschel an.
Die CDU ist aufgefordert, sich nun endlich
der Probleme der Bürger in diesem Land anzu-nehmen und hierfür auch
die Sommerpause zu nutzen. "Erst Probleme schaffen und dann ge-mütlich
in den Urlaub fahren und die Bürger im Unklaren lassen, ist keine verantwortungsvol-le
Regierungspolitik", kritisiert der Landtagsabgeordnete.
Gerade bei den
Straßenausbaubeiträgen sind Lösungen erforderlich, die sich an
den Regelun-gen in Sachsen orientieren. "Wenn in Sachsen die Gemeinden selbst
entscheiden können ob und in welcher Höhe sie Straßenausbaubeiträge
erheben, muss über solche Regelungen auch in Thüringen diskutiert werden
können", erklärt Frank Kuschel abschließend.