CDU will Fusionsprobleme kaschieren
"Wenn es nach
den Plänen der CDU-Landtagsfraktion geht, wird die Fusion von Langenwetzendorf
und Vogtländisches Oberland derzeit nicht stattfinden. Anstatt sich mit
den Argumenten der Bürger zu beschäftigen, wird mit einem Federstrich
das Problem kaschiert", informiert der Landtagsabgeordnete der Fraktion
DIE LINKE Frank Kuschel.
Die Regierungspartei hat vor der entscheidenden Beratung im Innenausschuss am
morgigen Freitag, den 09. November 2007, einen Antrag eingereicht, mit dem die
entsprechende Regelung zur Fusion von Langenwetzendorf und Vogtländisches
Oberland wieder aus dem Gesetz gestrichen werden soll. Begründet wird der
Antrag damit, dass aufgrund der zahlreichen Ablehnungen durch die betroffenen
Bürgerinnen und Bürger nicht von Freiwilligkeit gesprochen werden
könne. Frank Kuschel führt den Widerstand gegen die Fusion auch auf
ein fehlendes Leitbild für Gemeindeneugliederungen zurück. Die CDU-Landtagsfraktion
erweise sich dabei als Erfüllungsgehilfe des Ministerpräsidenten,
der aus wahltaktischen Gründen eine umfassende Funktional-, Verwaltungs-
und Gebietsreform ablehnt. "Wenn die CDU meint, das Problem dadurch lösen
zu können, indem man es einfach vom Tisch wischt, dann irrt sie sich gewaltig",
erklärt der Parlamentarier.
Bereits in der Anhörung zum Gesetzentwurf in der vergangenen Woche hatte
DIE LINKE angeregt, aufgrund der zahlreichen Ablehnungen in Langenwetzendorf
und Vogtländisches Oberland eine Anhörung des Innenausschusses vor
Ort durchzuführen. Nur durch einen Termin vor Ort könnten sich die
Abgeordneten ein klares Bild machen und mit den Betroffenen in den Dialog treten.
DIE LINKE wird im Innenausschuss eine Anhörung der Betroffenen vor Ort
beantragen. "Die CDU kann sich dann entscheiden, ob sie auf Grundlage von
Bürgergesprächen einen eigenen Vorschlag während des Gesetzgebungsverfahrens
erarbeitet oder weiterhin einfach so tun will, als ob es keine Probleme im Land
geben würde", sagt abschließend Frank Kuschel.
Erfurt, 08.11.2007