Keine Potemkinschen Dörfer aufbauen
"Mit dem Modell
der Landgemeinden werden nur neue Verwaltungsstrukturen vorgegaukelt. Die CDU
sollte endlich aufhören, den Bürgerinnen und Bürgern Potemkinsche
Dörfer vorzusetzen", fordert der kommunalpolitische Sprecher der Landtagsfraktion
DIE LINKE Frank Kuschel.
Nach Überzeugung des Kommunalexperten könne eine Reform der untersten
Verwaltungsebene nur in der Form durchgeführt werden, indem die Verwaltungsgemeinschaften
konsequent in Einheitsgemeinden umgewandelt werden. Für die Bürgerinnen
und Bürger würde sich somit kaum etwas ändern. Allerdings könnten
Verwaltungskosten erheblich gemindert und die vorhandenen Mittel gebündelt
eingesetzt werden. "Die Umwandlung der Verwaltungsgemeinschaften in Einheitsgemeinden
ist die einzige Möglichkeit, Verwaltungen effizienter zu machen und die
Bürgerinnen und Bürger so wenig wie möglich zu verunsichern",
erklärt der Landespolitiker.
Weshalb die CDU-Landtagsfraktion noch immer auf ihrem Modell der Landgemeinden
beharre, sei für Kuschel nicht nachvollziehbar. Selbst das Innenministerium
hatte in einer internen Stellungnahme für die Enquetekommission wesentliche
Bausteine des Modells verworfen. Somit könne die Landgemeinde, wie sie
von der Landtagsfraktion vorgeschlagen wurde, keinesfalls Realität werden.
"Die Abgeordneten der CDU-Fraktion sollten nicht länger ihren gescheiterten
Konzepten hinterherlaufen. Die Enquetekommission würde schneller zu Ergebnissen
kommen, wenn die Konzepte der Opposition ausgiebig beraten würden",
empfiehlt der Verwaltungsexperte Kuschel mit Verweis auf den Masterplan der
LINKEN.
Erfurt, 25.01.2008