Ende vergangener
Woche hat der Thüringer Landtag mit großer Mehrheit die Erhöhung
der Grunderwerbsteuer beschlossen. Mehreinnahmen von 22 Mio. Euro soll das jährlich
in die Landeskasse bringen.
Für den Kauf von Grundstücken in Thüringen werden künftig
höhere Abgaben verlangt. Der Erfurter Landtag beschloss eine Gesetzesvorlage
zur Erhöhung der Grunderwerbsteuer von 3,5% auf 5%. Der Beschluss wird
rechtskräftig, sobald die Fraktionen ihn im Gesetz- und Verordnungsblatt
veröffentlicht haben. "Das wird vermutlich Anfang April der Fall sein",
sagt Rainer Kipper, Sprecher des thüringischen Landtags.
Der Gesetzentwurf, der von den Linken eingebracht worden war, fand im Plenum
fraktionsübergreifende Zustimmung. Lediglich die FDP lehnte den Antrag
ab. "Die Bürger werden dadurch zusätzlich belastet und die freie
Marktpreisbildung behindert", kritisierte FDP-Finanzexperte Lutz Recknagel.
Aufgrund der Grunderwerbsteuererhöhung rechnet die Linke mit Mehreinnahmen
von 22 Mio. Euro pro Jahr. In Anbetracht des Haushaltsdefizits könnten
laut Frank Kuschel, Kommunalexperte der Linken, durch die Mehreinnahmen neue
Gestaltungsmöglichkeiten geschaffen werden. Der erhöhte Grunderwerbsteuersatz
sei angemessen und habe sich bereits
in mehreren anderen Bundesländern bewährt.
mv, 1.4.2011