"Wenn Minister
einer Landesregierung im Verdacht stehen, ihnen nahe stehende Personen bei der
Stellenbesetzung im eigenen Haus zu begünstigen, ist dies zwangsläufig
auch Thema parlamentarischer Aufklärung", begründet Frank Kuschel
für die Fraktion DIE LINKE einen Selbstbefassungsantrag für den Innenausschuss
des Thüringer Landtages.
So ist die Landesregierung aufgefordert, die Parlamentarier über die beamten-
und personalrechtlichen Hintergründe der Stellenbesetzung im Thüringer
Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, bei der nach Medieninformationen
die Lebenspartnerin des Ministers im Ministerium begünstigt wurde, sowie
der nach der medialen Berichterstattung erfolgten Versetzung in das Thüringer
Landesverwaltungsamt zu unterrichten.
"Die Korrektur der selbst als "problematisch" bezeichneten Entscheidung
ist das eine. Das andere ist, wenn hier tatsächlich aus privaten Motiven
heraus eine Stelle besetzt wurde und damit der Verdacht der Günstlingswirtschaft
im Raum steht. Dann muss dies auch eine Missbilligung
des Verhaltens des Ministers durch das die Landesregierung kontrollierende Parlament
zur Folge haben. Die Beratung im Innenausschuss soll nunmehr darüber Aufklärung
bringen, ob der Vorwurf berechtigt ist", so Kuschel.
4.4.2011