Der Druck auf die
Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), im Zusammenhang mit dem so genannten
Banken-Stresstest die Kapitalausstattung zu ändern, muss als erneuter Angriff
des privaten Finanzmarktes auf die öffentlichen Banken gewertet werden",
erklärt die haushaltspolitische Sprecherin der LINKEN im Thüringer
Landtag, Birgit Keller.
So berechtigt es ist, bei den Auslösern der Finanzkrise, den Privatbanken,
die stillen Einlagen nicht als haftendes Kernkapital anzuerkennen, so sachwidrig
ist diese Forderung gegenüber den Landesbanken und Sparkassen. Die öffentlichen
Banken haben sich als stabile Säule des Finanzmarktes erwiesen. Diese Säule
darf deshalb nach Überzeugung der LINKEN nicht geschwächt werden.
Es ist nicht akzeptabel, wenn jetzt bei der Helaba durch die Umwandlung der
stillen Einlagen in Kernkapital die Eigentümerstruktur der Landesbank zu
Lasten der Sparkassen und des Freistaates Thüringen verändert werden
soll.
"Die bisherige Eigentümerstruktur der Helaba, 85 Prozent Sparkassen-
und Giroverband, 10 Prozent das Land Hessen und 5 Prozent der Freistaat Thüringen,
hat sich bewährt und sollte so bleiben", fordert Frank Kuschel, kommunalpolitischer
Sprecher der LINKEN
Offenbar will aber die Hessische Landesregierung bereits in den nächsten
Tagen diese Eigentümerstruktur ändern. Deshalb sieht die LINKE die
Notwendigkeit, dass sich die Thüringer Landesregierung umgehend zu diesen
hessischen Plänen zu positionieren. Deshalb wird die LINKE zur heutigen
Sondersitzung des Haushaltsausschusses einen diesbezüglichen Eilantrag
zur Berichterstattung der Landesregierung stellen. "Wir wollen wissen,
was die Landesregierung zur Situation in der Helaba meint und unternehmen will",
so Birgit Keller abschließend.
15.4.2011