Ministerpräsidentin
Christine Lieberknecht will die Verwaltungsreform in Thüringen zur Chefsache
machen. Lieberknecht sagte, in der Staatskanzlei werde eine Stabsstelle eingerichtet,
die sich um das Thema kümmern werde. In der nächsten Kabinettssitzung
werde zudem ein verbindlicher Zeitplan für das weitere Vorgehen festgelegt.
An einem Gutachten zu möglichen Veränderungen in der Thüringer
Verwaltung will die Ministerpräsidentin festhalten. Lieberknecht sagte,
die Erstellung eines solchen Gutachtens bleibe der erste Schritt.
Lieberknecht will nach eigenen Angaben den jahrelangen Streit um die künftige
Verwaltungs- und Landkreisstruktur im Land beenden. Selbst innerhalb der Koalition
aus CDU und SPD hatte es seit der Regierungsübernahme 2009 wiederholt Streit
über dieses Thema gegeben.
Lob und Kritik von der Opposition
Die Grünen im Thüringer Landtag begrüßten die Ankündigung
Lieberknechts. Fraktionschefin Anja Siegesmund sagte, dass die Ministerpräsidentin
die Reform zur Chefsache erkläre, zeige, dass es ohne Reform nicht geht.
Kritik kam von den Linken. Kommunalexperte Frank Kuschel sagte, wenn Behördenmitarbeiter
Vorschläge für eine Behördenreform erarbeiteten, zeige dies,
dass das Vorhaben endgültig am Ende sei.
MDR, 24.8.2011