"Mit der heutigen
Entscheidung, in der laufenden Legislaturperiode des Landtages weder ein Leitbild
für die Zukunft des Freistaates noch eine Gebietsreform auf den Weg zu
bringen, hat die Thüringer CDU ihren eigenen politischen Führungsanspruch
aufgegeben", erklärt der kommunalpolitische Sprecher der LINKEN im
Thüringer Landtag, Frank Kuschel.
"Die politische Verblendung hat bei der CDU inzwischen gefährliche
Ausmaße erreicht, die Thüringen weder gut tut noch verständlich
ist", so der Abgeordnete weiter. Obwohl offenbar eine übergroße
Mehrheit der Bürger im Land die Notwendigkeit einer Verwaltungs- und Gebietsreform
bejahe und bereit sei, sie mit zu tragen, "bleibt die CDU bei ihrer Blockadehaltung
und dem alten Denken aus dem letzten Jahrhundert. Die SPD muss nun entscheiden,
wie lange sie noch diese Politik des Nichtstuns der CDU mittragen will",
betont der Linkspolitiker.
Die Chance, die sich aus der Bereitschaft der Bürger, eine solche Reform
mit zu tragen, ergebe, dürfe nicht so einfach vertan werden. "Die
CDU verkennt jedoch diese Chance - bewusst oder unbewusst. Eine so agierende
Partei ist nicht in der Lage, dieses Land in die Zukunft zu führen",
ist Frank Kuschel überzeugt.
DIE LINKE fordert die Landesregierung auf, ihrer Verantwortung nun endlich gerecht
zu werden und die längst überfällige Verwaltungs- und Gebietsreform
auf den Weg zu bringen. DIE LINKE hat bereits 2005 ein Diskussionsangebot für
eine solche Reform unterbreitet. "Diesem Beispiel sollte die CDU folgen
oder Regierungsverantwortung ablegen", so Kuschel abschließend.
13.10.2011