"Mit den von
der Ministerpräsidentin in Aussicht gestellten zusätzlichen Zuweisungen
an die Kommunen von rund 30 Millionen Euro sollen die Gemeinden und Städte
vom Kuchen nur das Stück erhalten, das beim Verteilen übrig geblieben
ist", kommentiert der kommunalpolitische Sprecher der Landtagsfraktion
DIE LINKE, Frank Kuschel.
Der Landespolitiker sieht in der Ankündigung auf dem CDU-Landesparteitag
ein "durchsichtiges Manöver, den Unmut der Kommunalpolitiker in den
eigenen Reihen zu befrieden". Kuschel fordert die Bürgermeister auf,
sich von den vagen Ankündigungen nicht beirren zu lassen und am Protesttag
der Kommunen gegen die Finanzkürzungen am kommenden Dienstag (8. November)
festzuhalten. "Die Bürgermeister müssen unabhängig von ihrer
Loyalität zur Parteivorsitzenden bedenken, dass trotz möglicher Zusatzbeträge
die Aufgabenrealisierung vor Ort gefährdet ist", unterstreicht der
Parlamentarier.
Der Kommunalexperte fordert die Landesregierung auf, den Kommunalen Finanzausgleich
nicht nach Kassenlage festzulegen, sondern die Vorgaben des Landesverfassungsgerichtes
umzusetzen. Danach müssen die Kommunen die Mittel erhalten, die sie für
die Erfüllung der Aufgaben benötigen. DIE LINKE teilt dabei die Berechnungen
der kommunalen Spitzenverbände, wonach rund 250 Millionen Euro im Kommunalen
Finanzausgleich 2012 fehlen. "Jeder Versuch, die Kommunen mit Jahresplänen
oder in Aussicht gestellten Beteiligungen an prognostizierten Mehreinnahmen
finanziell ruhig zu stellen, ist eine Missachtung des Verfassungsgerichtes",
betont abschließend Kuschel.
7.11.2011