Nach der Zulassung
des Volksbegehrens "Für gerechte und bezahlbare Kommunalabgaben"
fordert Frank Kuschel, Kommunalpolitiker der Linksfraktion, von der Landesregierung,
"die Initiative nicht zu blockieren, sondern zu respektieren".
Es sei längst überfällig, im Kommunalabgabenrecht tatsächlich
einen neuen bürgerfreundlichen Weg einzuschlagen. Allerdings sei die von
der CDU erst gestern angekündigte Neuausrichtung nicht geeignet, die Probleme
im Sinne der Bürger zu lösen. "Dies geht nur mit einer Abkehr
vom bisherigen System der Beitragsfinanzierung", hebt Kuschel hervor. Schließlich
würden sich dafür auch Bürgerinnen und Bürger seit Jahren
massiv einsetzen. Auch DIE LINKE hat seit mehr als 15 Jahren immer wieder parlamentarische
Initiativen in diese Richtung ergriffen, die jedoch an der Blockadehaltung von
CDU und SPD gescheitert sind.
Als "beachtliches Ergebnis" wertet Kuschel die mehr als 25.000 Unterschriften
zur Unterstützung des Volksbegehrens. Damit seien die erste Hürden
genommen und fast das Fünffache der eigentlich notwendigen Unterstützerunterschriften
für den Zulassungsantrag zusammengekommen. "Mit der Zulassung des
Volksbegehrens ist nun ein weiterer Meilenstein erreicht", so der Abgeordnete.
Dass sich der Innenminister mit seiner Auffassung zur angeblichen Verfassungswidrigkeit
des Volksbegehrens eingeschaltet hat, sei "eine unzulässige Einmischung
und widerspreche demokratischen Gepflogenheiten". Die heutige Zulassung
sollte endlich zum Umdenken bewegen. "Die gesetzliche Abschaffung der Abwasser-
und Straßenausbaubeiträge steht schon lange aus", so Kuschel
abschließend.
24.11.2011