Leinefelde. Der
Kommunalpolitische Sprecher der Fraktion Die Linke im Landtag, Frank Kuschel,
war Referent einer Informationsveranstaltung in Leinefelde. Auf der Tagesordnung
standen die Schwerpunkte der Linken Thüringen für eine Funktional-,
Verwaltungs- und Gebietsreform.
Den interessierten Teilnehmern sei durch den Referenten die Materie anschaulich
und praxisorientiert dargestellt worden, heißt es in einer Pressemitteilung.
Zweistufigkeit der Verwaltung bei gleichzeitiger Einhaltung der Einräumigkeit
als verbindliche Ordnungsprinzipien was darunter zu verstehen ist, wie die Wege
dazu aussehen könnten und welche Vorteile dies für die Bürger
haben soll, wurde eingehend erläutert.
A und O des Linken-Konzepts seien die berechtigten Interessen der Bürger
an nachvollziehbaren Entscheidungen, einer effizienten, dienstleistenden Verwaltung,
klaren Kompetenzen und Reduzierung des Aufwands, heißt es weiter.
Gerade unter Berücksichtigung des demografischen Faktors müsse der
Anspruch darin bestehen, dass die Verwaltung den Bedürfnissen der Menschen
angepasst sei. Die Einrichtung von wirklichen Bürger-Service-Büros
könne praktisch zur Umsetzung beitragen.
Als ein schwerwiegendes Defizit in Thüringen wurde von Frank Kuschel moniert,
dass es von Seiten der Landesregierung weder klare Entscheidungen zu notwendigen
Reformen noch eine klare Prioritätenliste gebe. Dies sei insbesondere derzeit
bei möglichen Gemeindefusionen sichtbar.
Die Linke hat deshalb einen Gesetzesentwurf für ein Leitbild künftiger
Gemeindegebietsstrukturen in den Landtag eingebracht. Damit sollen insbesondere
Potenziale für Bürgerservice-Angelegenheiten und auch Formen zusätzlicher
Betätigung unterstützt werden.
Eine rege Diskussion habe es mit den Teilnehmern zu den möglichen Veränderungen
in der Kreisstruktur, dem freiwilligen Zusammenschluss von Gemeinden und der
räumlichen Entfernung der Bürger zu den Verwaltungen gegeben.
Thüringer
Allgemeine, 1.2.2012