"Die aktuelle
Debatte zum Status des Bürgermeisters von Oberhof kann nur dann zielführend
sein, wenn offen und ehrlich über eine Gemeindeneuordnung in der Region
diskutiert und entschieden wird", erklärt der kommunalpolitische Sprecher
der Landtagsfraktion DIE LINKE, Frank Kuschel.
Der Abgeordnete kündigt an, dass seine Fraktion zur kommenden Landtagssitzung
in zwei Wochen einen Gesetzentwurf vorlegen werde, in dem die Fusion von Oberhof
mit Zella-Mehlis vorgeschlagen werde. Zella-Mehlis hatte seine prinzipielle
Bereitschaft erklärt, unter bestimmten Voraussetzungen die Wintersportstadt
aufzunehmen. Selbst die Landesregierung hatte jüngst erklärt, dass
spätestens 2013 eine Neugliederung von Oberhof erforderlich werde. "Das
Land muss jetzt auch zu seiner Verantwortung stehen und einen entsprechenden
Vorschlag machen, wohin die Reise gehen soll", unterstreicht Kuschel.
Nach Vorschlag des Linkspolitikers sollte deshalb eine gesetzliche Ausnahmeregelung
geschaffen werden, dass der Bürgermeister von Oberhof für die Übergangszeit
hauptamtlich tätig bleibt. Damit hätte der Bürgermeister eine
zeitliche Perspektive, um den Übergang ordnungsgemäß vorzubereiten.
Im Übrigen käme der ehrenamtliche Bürgermeister auch nicht billiger,
weil in diesem Fall ein neuer besonders qualifizierter Beamter eingestellt werden
müsste"Es macht also weder organisatorisch noch finanziell einen Sinn,
in dieser Übergangsgangssituation einen ehrenamtlichen Bürgermeister
für Oberhof wählen zu lassen", betont abschließend der
Kommunalexperte.
7.2.2012