Kinderheim Hämbach ermöglichte über 5000 Kindern aus der Ukraine einen Erholungsaufenthalt
Hämbach -
Die Thüringer Abgeordnete der Linken im Europaparlament Gabi Zimmer besuchte
am 15.Februar das Kindererholungsheim in Hämbach und sucht nach Möglichkeiten
zur finanziellen Unterstützung.
Wie Kinderheim-Chefin Iris Pöpel die Europaabgeordnete informierte, ist
die Förderung des Hauses seit mehreren Jahren ausgelaufen und das Haus
müsse sich allein durch Spenden finanzieren. Obwohl es eine gute Zusammenarbeit
mit den Gemeinden, mehreren Sponsoren und der Tafel in Bad Salzungen gäbe,
sei die Zukunft des Hauses auf Grund des weniger werdenden Spendenaufkommens
ungewiss. Als größtes Problem nannte Iris Pöpel die Kosten für
den Reisebus und verwies auf einen notwendigen und teueren Getriebewechsel im
Vorjahr. "Wenn der Bus für eine Hinfahrt in die Ukraine etwa 2000
Kilometer unterwegs ist, sind Verschleißerscheinungen keine Seltenheit"
unterstrich Iris Pöpel im Gespräch mit den Landtagsabgeordneten der
Linken Katja Wolf und Frank Kuschel. Die Heimleiterin schilderte auch, dass
alle Anträge zur Förderung an das Sozialamt des Wartburgkreises ohne
Erfolg ausgegangen sind, jedoch waren die Linken die Einzigen, die ihr in der
größten Not geholfen haben. Für die über 300 Kinder aus
ärmsten Familien und Waisenhäusern die jährlich in Hämbach
drei erlebnisreiche Wochen der Erholung verbringen können, ist das ein
Erlebnis ganz besonderer Art, denn die meisten schätzen besonders die Luft,
die gute Betreuung und die Gastfreundlichkeit, unterstrich die Heimleiterin.
Gabi Zimmer konnte aus der Situation heraus auch keine sprudelnden Quellen zusagen,
jedoch werde sie nach Programmen und Projekten der Nachbarschaftshilfe intensiv
suchen, versicherte sie. Gerade weil das Kinderheim europäischen Charakter
habe, werde man in den nächsten Wochen mit einer Antwort aufwarten und
Lösungsmöglichkeiten aufzeigen unterstrich die Parlamentarierin. Gabi
Zimmer lies sich zu diesem Zweck Projektbeschreibungen und weitere Dokumente
aushändigen. Während eines anschließenden Rundgangs durch das
Kinderheim konnten sich Gabi Zimmer und die Landtagsabgeordneten davon überzeugen,
dass die Einrichtung mit viel Engagement und Ideenreichtum betrieben wird.
Gerd Anacker,
26.2.2010