Entlassung von Fritz wirft noch Fragen auf

Mit der Entlassung von Thomas Fritz hat die Verbandsführung einen überfälligen Schritt vollzogen, so kommentiert Klaus Stöber von der Bürgerinitiative Eisenach-Erbstromtal die Kündigung des bisherigen Geschäftsleiters des Trink- und Abwasserverbandes Eisenach-Erbstromtal (TAV).
Eisenach. Fritz habe den Wasserverband "gemeinsam mit Herrn Köckert vor die Wand gefahren", was letztlich jetzt die Gebührenzahler ausbaden müssten, nahm Stöber eine harte Haltung ein.
An der kritischen Lage im TAV trügen jedoch auch die Bürgermeister und eine Reihe von Verbandsräten durch jahrelanges Nichtstun eine Mitverantwortung. Deshalb reiche die Entlassung von Fritz für einen Neuanfang nicht aus. Stöber erwartet nun "richtungsweisende Beschlüsse entsprechend unserer Vorschläge" in der Verbandsversammlung.
Unterdessen sieht sich die Thüringer Landesregierung mit der Frage konfrontiert, wer für die Kosten aufkommen muss, sollte sich der geschasste TAV-Leiter vor dem Arbeitsgericht gegen seine Kündigung wehren. Der Landtagsabgeordnete Frank Kuschel (Linke) teilte am Freitag mit, er habe zu diesem Thema eine Kleine Anfrage gestellt. Darin fragt Kuschel auch, was wäre, wenn die Kündigung unwirksam wäre oder ein Vergleich zwischen TAV und Fritz geschlossen werden müsste? "Inwieweit würden diese Kosten durch die Gebührenzahler zu tragen sein?", erbittet Kuschel eine Auskunft.

Sven-Uwe Völker/Peter Rossbach, Thüringer Allgemeine, 16.4.2011