5. Dezember 2017

Fest davon überzeugt, dass ein Inklusions-Beirat kommt, weil es einfach sinnvoll und vernünftig für alle ist.

Eine Erklärung zur nächsten Stadtratssitzung für die Gründung eines Inklusions-Beirates würde den Behindertenvereinen und -verbänden viel Kraft, Freude und Sicherheit für eine weitere Vorbereitung des Inklusions-Beirats bringen. Sich für Menschen mit Behinderung in unserer Stadt gemeinsam mit den Stadträten in einer kontinuierlichen Arbeit, nicht  ad hoc, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, einzusetzen. Die Vielzahl der anstehenden Probleme für behinderte Menschen löst man nicht einfach in einer Anhörung in einem Ausschuss. Dazu sind die Themen zu Bauen, Finanzen, Kultur, Behinderte Kinder, Erwachsene, Senioren, Migranten, Tourismus einfach zu komplex, um vorrausschauend für alle Lösungen zu finden. Dies geht nur zukunftssicher in einem Inklusions-Beirat, auf den Arnstadt schon lange wartet.

 

Stadträte haben natürlicherweise nicht alle so viel Kontakt zu Betroffenen, dass Sie die vielen Erfordernisse erkennen können. Dies kann ein Inklusions-Beirat ausgleichen. Wir sind doch auch gerade dabei einen Teilhabeplan zu erstellen. Wer soll denn helfen, diese große Aufgabe umzusetzen, wenn nicht ein Inklusions-Beirat gemeinsam mit den Stadträten. Was nützt es z.B. wenn unsere guten Krankenhäuser barrierefrei sind, aber man mit seinem Angehörigen nicht mal um die Ecke in ein barrierefreies Kaffee gehen kann, wo es auch eine Behinderten-Toilette gibt, also das Umfeld nicht stimmt. Wir haben noch dicke Bretter zu bohren, wie die fehlende Nutzbarkeit der Bibliothek, Volkshochschule, Kunsthalle, Stadtentwicklung usw. für alle.

 

Unser Konzept ist eigentlich schon stadtratfreundlich mit einer guten Funktionalität ausgerichtet, denn wir wissen natürlich um die Arbeitsbelastung der Stadträte. Deshalb wollen wir ja auch in die Ausschüsse zu den Stadträten. Dies bringt nicht nur eine Entlastung für die Stadträte, sondern auch einen enormen Effektivitätsgewinn, denn anstehende Probleme können in dem jeweiligen Ausschuss zu den verschiedenen Thematiken erörtert werden. Hierdurch gibt es keinen Informationsverlust und keine Verschleppung. Behindertenspezifische Probleme werden im Inklusions-Beirat mit extra eingeladenen Fachleuten und Stadträten erarbeitet, also nicht alle auf einmal, sondern dem Anliegen entsprechend. Hiermit werden die Stadträte entlastet. Aber gleichzeitig gibt es den Informationsschluss durch die Teilnahme der Behindertenvertreter in den Ausschüssen. Die Vertreter erhalten eine Einladung, ein Ergebnis-Protokoll und Rederecht, ähnlich der Berufenen Bürger, somit kann eine gute Vorbereitung erreicht werden und es gibt gute Voraussetzungen zur weiteren fortlaufenden Erarbeitung. 

     

Am 3. Dezember ist der Tag der Behinderung und wenn der Stadtrat zur nächsten Sitzung am 7. Dezember eine Erklärung für einen Inklusions-Beirat, welcher zum Europaweitem Aktionstag am 5. Mai 2018 gegründet werden soll, abgibt, werden alle Behindertenverbände und -vereine aufatmen. Denn Sie bekommen ein Gefühl, ja unsere Stadträte haben uns Verstanden, ja unsere Stadträte und der Bürgermeister unterstützen uns als Vereine und Behindertenvertretung. Eine Perspektive, ja alle werden aufblühen, Kraft und Sicherheit für eine weitere Vorbereitung des Inklusions-Beirates bekommen. Und unser schönes altes Arnstadt wird sich zum Wohle aller weiterentwickeln können.   

 

 

Mit freundlichen Grüßen 

Thomas Brückner

SHG Miteinander Selbstbestimmt Leben

Quelle: http://www.frankkuschel.de/nc/start/aktuell/detail/artikel/fest-davon-ueberzeugt-dass-ein-inklusions-beirat-kommt-weil-es-einfach-sinnvoll-und-vernuenftig-f/