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6. Februar 2018

Region wird gestärkt, Ilm-Kreis nicht geschwächt

Die möglichen Eingemeindungen von Schmiedefeld und Gehlberg nach Suhl stärken die Gesamtregion und schwächen keinesfalls den Ilm-Kreis. Und es wird auch keine Mauer zwischen der erweiterten Stadt Suhl und dem Ilm-Kreis errichtet werden, so dass alle Bewohner und Gäste der Region die touristischen Angebote der beiden Gemeinden auch künftig ohne Einschränkungen nutzen können.

Gerade der CDU-Landratskandidat David Atzrott sollte sich mit gegenteiligen Behauptungen zurückhalten. Die beabsichtigte Eingemeindung von Gehlberg nach Suhl ist keine Entscheidung gegen den Ilm-Kreis, sondern die Reaktion auf die Blockadehaltung zu Fusionsplänen im Geratal. Und es ist insbesondere der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft „Oberes Geratal“, David Atzrott, der eine Mitverantwortung für diese Blockadehaltung trägt. Er steht als CDU-Kandidat wie kein anderer für die Politik gegen Rot-Rot-Grün und ist dabei sogar bereit, in diesem Kampf die Zukunftschancen einer ganzen Region zu opfern.

Die touristischen Potenziale von Gehlberg sind in der VG „Oberes Geratal“ nie voll zur Entfaltung gekommen. Die anderen Mitgliedsgemeinden und die VG haben vielmehr Gehlberg mit den touristischen Herausforderungen im Stich und allein gelassen. Im Verbund mit Vesser, Schmiedefeld, Oberhof und Suhl hat auch Gehlberg größere touristische Entwicklungschancen.

Die von der Landrätin Petra Enders in die Debatte gebrachte „kleine Gebietsreformlösung“ im oberen Geratal, also die Eingemeindung von Gehlberg nach Gräfenroda, ist eine mögliche Option. Über eine solche kleine Reform wird aber im oberen Geratal seit mehr als zehn Jahren diskutiert. Nicht nur Gehlberg, auch Frankenhain und Liebenstein hatte dieses Modell mit Gräfenroda vorgeschlagen. Doch es scheiterte an der Mehrheit im Gemeinderat Gräfenroda und der Verwaltungsgemeinschaft. Ob es hier bis Ende März 2018 zu einem Umdenken kommt, ist eher zweifelhaft. In jedem Fall muss sich aber nun Gräfenroda positionieren und nicht Gehlberg.

Das Leben der Menschen findet in den Städten und Gemeinden statt. Der Landkreis übernimmt dort wichtige Aufgaben, wo die Gemeinden wegen fehlender Leistungskraft nicht selbst in der Lage sind, diese Aufgaben zu erfüllen. Die Landkreisaufgaben für Schmiedefeld und Gehlberg werden künftig von der Stadt Suhl als kreisfreie Stadt wahrgenommen. Hier Ängste zu schüren, ist wenig hilfreich und auch nicht geboten. Für den Ilm-Kreis entstehen zunächst keine unlösbaren Probleme. Klar bestehen Verunsicherungen, weil die Entwicklung der Landkreise noch nicht endgültig absehbar ist. Der vorläufige Stopp der Kreisgebietsreform, der mehr als bedauerlich ist, darf aber nicht die Entwicklung auf gemeindlicher Ebene behindern. Im Übrigen ist Gehlberg erst 1994 dem Ilm-Kreis zugeordnet worden. Bis dahin gehörte die Gemeinde zum Kreis Suhl-Land.

 

Frank Kuschel